Fachschaft Philosophie
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Im Sommersemester 2020 angebotene Lektürekurse

Folgende Kurse werden im Sommersemester 2020 angeboten:
Bei Fragen oder Teilnahmeinteresse schreibt den Kursleiter*innen gerne eine Mail.

Misogynie

  • Kursleitung: Winnie Ros
  • E-Mail: winnie.ros@campus.lmu.de
  • Wann? Information wird nachgetragen
  • Wo? Voraussichtlich Online-Kurs
  • Kursbeschreibung:

    Was ist Sexualität und sexuelle Orientierung, und inwiefern fordern LGBT+ unser Alltagsverständnis dieser Begriffe heraus? Was können wir darüber wissen, weshalb jemand eine bestimmte sexuelle Orientierung hat? Was unterscheidet sexuelle Orientierung von „anderen Vorlieben“? Sind „born that way“-Argumente gute Argumente dafür, dass es in Ordnung ist, LGBT+ zu sein? Gibt es eine Pflicht, sich zu outen, und sollte man andere outen? Und weshalb – wenn überhaupt – sind Rassefetische falsch?
    Mit diesen und anderen ethischen, metaphysischen, wissenschaftstheoretischen und erkenntnistheoretischen Fragen zum Thema Sexualität und sexuelle Orientierung beschäftigt sich diese Lektüregruppe. Dabei sollen queere Perspektiven und Beiträge aus der feministischen Philosophie der Biologie berücksichtigt werden. Gerne dürfen Teilnehmer*innen auch selbst Themen- oder Textvorschläge machen!

Einführung in Texte aus der Tierethik und -philosophie

  • Kursleitung: Janine Borcherding
  • E-Mail: janine.borcherding@campus.lmu.de
  • Wann? Information wird nachgetragen
  • Wo? Voraussichtlich Online-Kurs
  • Kursbeschreibung:

    In dem Lektürekurs soll in verschiedene Themen aus der Tierethik und -philosophie eingeführt werden. Zu Beginn des Kurses soll hinterfragt werden, ob nichtmenschliche Tiere Rechte - vielleicht sogar staatsbürgerlicher Art - haben sollten und was aus diesen Rechten folgen könnte. Die Möglichkeiten hierfür gehen über einen Abbruch des Kontakts (Abolitionismus) bis hin zu einem gleichberechtigten Zusammenleben in der Zoopolis. Je nach Interessen der Teilnehmer*innen könnte daraufhin etwa behandelt werden, welchen moralischen Status nichtmenschliche Tiere haben sollten beziehungsweise, inwieweit dieser überhaupt relevant ist. Weiterführend könnte dann gefragt werden, ob (manche) nichtmenschliche Tiere vielleicht sogar über Personalität oder Geist verfügen. Weitere mögliche Themengebiete wären etwa Effektiver Altruismus oder Veganismus. Die behandelten Themen richten sich auch nach dem Interesse der Teilnehmer*innen.

Philosophy of Madhyamaka-Buddhism

  • Kursleitung: Nadine Künne
  • E-Mail: nadine.kuenne@campus.lmu.de
  • Wann? Montags, 16:00 - 18:00 Uhr (ab dem 27.04.2020)
  • Wo? Voraussichtlich Online-Kurs
  • Kursbeschreibung:

    Madhyamaka-Buddhism is a philosophical school within the tradition of Mahāyāna-Buddhism in India, that has developed the Buddha’s teachings into its central philosophical doctrine of Emptiness (śūnyatā) and can be understood as a (metaphysical) non-foundationalism. This course seeks to explore the arguments within metaphysics and especially philosophy of language for the notion of Emptiness as they are presented in various textual sources from within the Buddhist philosophical tradition.
    Often within (the already rare) philosophy-classes about Buddhist philosophy there is a focus on the basic teachings of early Buddhism whereas later philosophical traditions of Buddhism are nearly never covered, although they are extremely rich and often rather independent philosophies in their own right. Therefor students with no knowledge about Buddhism as well as students who already have broad knowledge concerning Buddhist philosophy may encounter interesting concepts which are unique to Madhyamaka-Buddhism.
    Although this will be no introduction into Buddhism in general, no knowledge about Buddhist doctrine is required as we will discuss Buddhism’s basic teachings and philosophies while engaging with its literature. We will focus on trying to understand philosophical concepts like reality, truth, substance, dependent-arising/causation and Emptiness as they are used within the texts of different authors of the Madhyamaka tradition. We will also critically engage with whether their philosophical ideas seem sound and where there might be doctrinal difficulties or differences between the authors. The aim of the course will be to get an overview of Madhyamaka-Buddhist metaphysics, epistemology and philosophy of language (and maybe also ethics), but as many of their theories can only be understood in contrast to (or as critique of) other Buddhist and non-Buddhist philosophical schools, we will also have to look into Abhidharma-Buddhist and Mimamsa philosophies. Main questions will be concerning the relation between absolute (empty) reality and truth conveyed through language, and the status of entities, of designations and of the Buddha’s teachings, as well as the problem of language trying to transcend itself.
    We will try to understand Madhyamaka-thought through the most important texts within this tradition: We will start by reading Nāgārjuna’s (ca. 500 AD) Mulamadhyamakakarika, which is the founding text of this tradition, and looking into the literature from which Nagarjunas considerations emerged, especially the Abhidharma and Prajnaparamita-literature. After that we will look at the two interpretatory lineages within the Madhyamaka-school and consider their understanding of Nagarjuna. We will as well consider texts from the rivalling Yogacara-Tradition and later Tibetan commentaries on the Indian Madhyamaka like the works of Tsong Khapa to get a fuller picture of how Madhyamaka-thought evolved after leaving India. We could also have a look at Japanese Zen-Buddhism, which engages with Madhyamaka-doctrine in a more praxis-oriented manner.
    All texts will be read in their English translations, no knowledge of the source languages is needed, only some key concepts will be introduced in their original Sanskrit names. Everyone interested in Buddhist metaphysics, epistemology and philosophy of language may join.

Nietzsche: "Fröhliche Wissenschaft"

  • Kursleitung: Patrick Miranda Stegemann
  • E-Mail: p.miranda@campus.lmu.de
  • Wann? Information wird nachgetragen
  • Wo? Voraussichtlich Online-Kurs
  • Kursbeschreibung:

    Wenngleich die „fröhliche Wissenschaft“ kaum gelesen wird, gilt sie als eines der wirkmächtigsten Bücher, die Nietzsche geschrieben hat. In ihr entwickelt er viele seiner Ideen und Motive – z.B. die Verquickung von Gut und Böse, Lust und Leid sowie Kunst und Wissenschaft; die Tödlichkeit der Wahrheit; die Liebe zum Schicksal; die ewige Wiederkunft des Gleichen; der Tod Gottes und der Schatten, den er uns hinterlassen hat –, Gedanken, die sich bis heute durch ihre Originalität und Radikalität auszeichnen, weshalb sie vielfach von Philosophen und ebenso über die Philosophie hinaus von Wissenschaftlern und Literaten aufgegriffen und verarbeitet wurden, aber häufig auf Ablehnung oder blankes Unverständnis treffen. In jedem Fall werden uns Denkanstöße geboten, auf den vielleicht ungewohnten Pfaden weiterzuphilosophieren, die uns Nietzsche eröffnet, oder die Herausforderung wahrzunehmen, unsere Überzeugungen und Intuitionen auch gegen ihn zu verteidigen und dadurch die eigene Auffassung zu schärfen.
    Aufgrund Nietzsches aphoristischen Stils, welcher aller Systematik zu widerstreben scheint, wollen wir einige Ausschnitte der „fröhlichen Wissenschaft" lesen, die thematisch zusammenhängen, um uns einzelne Themengebiete – wie die Objektivität der Wissenschaft oder das Verhältnis von Sprache, Welt und Bewusstsein – näherzubringen. Hierbei soll sich wie ein roter Faden die Frage durchziehen, was es mit der „fröhlichen Wissenschaft" auf sich hat, mit welcher Nietzsche das freigeistige Idealbild einer freigeistigen Philosophie entwirft, die (Lebens-)Kunst und Erkenntnis vereinend „über die Moral hinwegtanzen" soll. Denn, obwohl sie titelgebend ist, tritt sie mehr zwischen den Zeilen auf als eigens behandelt zu werden.

Wittgenstein: Über Gewißheit

  • Kursleitung: Alexander Heußinger und Lukas Rüther
  • E-Mail: alexander.heussinger@campus.lmu.de
  • Wann? Information wird nachgetragen
  • Wo? Voraussichtlich Online-Kurs
  • Kursbeschreibung:

    Bei „Über Gewißheit" handelt es sich um Bemerkungen, die Ludwig Wittgenstein in seiner letzten Schaffensphase – unter anderem in Auseinandersetzung mit G. E. Moores Aufsätzen „A defense of common sense" und „Proof of an external world" – niedergeschrieben hat.
    In „Über Gewißheit" setzt sich Wittgenstein mit epistemischen Grundbegriffen wie Wissen, Glauben, Zweifel und Irrtum auseinander. Analog zu seinen vorangehenden Schaffensphasen geht es Wittgenstein nicht darum, eine Erkenntnistheorie aufzustellen, sondern vielmehr darum, Vorstellungen, die wir für selbstverständlich erachten, kritisch zu hinterfragen sowie Missverständnisse aufzudecken. Diskutiert werden von Wittgenstein sowohl Vorstellungen darüber, was wir mit Sicherheit wissen können als auch die Frage danach, was sinnvoll bezweifelt werden kann. Wittgenstein ist dabei bestrebt zu zeigen, dass bestimmte gängige Auffassungen darüber, was wir gewiss wissen sowie sinnvoll bezweifeln können, die zumindest vorstellbar zu sein scheinen, nicht nur falsch, sondern eigentlich unsinnig sind. Ziel dieses Lektürekurses wird es sein zu verstehen, warum bestimmte Vorstellungen über Gewissheit und Skeptizismus, die wir für selbstverständlich erachten, Wittgenstein zufolge unsinnig sind – und was damit überhaupt gemeint ist. Dazu sollen Wittgensteins schwierige Bemerkungen in „Über Gewißheit“ in der Gruppe gelesen und diskutiert werden. Nicht zuletzt soll dadurch ein Verständnis
    für Wittgensteins spätestes Denken erarbeitet werden.

Contructive Logic

  • Kursleitung: Hosea Hauff
  • E-Mail: hosea.hauff@campus.lmu.de
  • Wann? Information wird nachgetragen
  • Wo? Voraussichtlich Online-Kurs
  • Kursbeschreibung:

    ENGLISH DESCRIPTION:
    In this reading group I would like to first introduce constructive logic(s) technically. This is by reading and going through some lecture notes on those topics. Then I would like to go into the philosophical arguments givenin Prawitz’s paper “Meaning and proof: on the conflict between classical and intuitionistic logic”. After that, and depending on the exact interests of the participants, we could go into the “Curry-Howard-Correspondence” and typed-lambda-calculi. Also more recent developments in constructive type theory like Homotopy Type Theory would be a great topic, illustrating how constructive reasoning preserves computational content. Also, if the participants are interested in philosophical applications, we could look into how constructive logics can be used to consistently conceptualize certain notions, that cannot be consistently formalised in classical logics. I.e. how constructive logic can help solving paradoxes.

    DEUTSCHE KURSBRESCHREIBUNG:
    In dem tutorierten Lektürekurs “Constructive Logic” soll zunächst in Syntax und Semantic von intuitionistischer und minimaler Logik eingeführt werden. Hierzu sollen ausgewählte Teile des Vorlesungsskriptes von Nick Bezhanishvili und Dick de Jongh (“Intuitionistic Logic”) sowie des Skripts “Mathematical Logic” von Helmut Schwichtenberg herangezogen werden. Dies soll zwei bis drei Sitzungen in Anspruch nehmen.
    Bei besonderem Interesse seitens der Teilnehmenden wäre es möglich auch auf Theorien (z.B. Arithmetik oder Mengentheorie) auf Basis dieser Logiken einzugehen. Ebenfalls eine Option wäre es den Artikel “Propositions as Types” von Philip Walder, oder andere Texte zur Curry-Howard-Korrespondenz zu lesen, falls Interesse besteht weiter auf technische Aspekte konstruktiver Logik einzugehen.
    Anschließend sollen philosophische Aspekte beleuchtet werden. Als Einstieg könnte die Einleitung Heytings Buches “Intuitionism” gelesen werden. Darüber hinaus ist geplant den Text von Dag Prawitz “Meaning and proof: on the conflict between classical and intuitionistic logic” zu studieren und zu diskutieren. Dies wird voraussichtlich mindestens zwei Sitzungen in Anspruch nehmen. Auch Dummetts Text “The philosophical Basis for intuitionistic logic” wäre ein guter Text um in die Philosophie der Logik, bezüglich intuitionistischer Logik weiter einzusteigen. Bei Interesse können auch hier weitere Texte herangezogen werden.
    Zuletzt würde ich gerne etwas zur Anwendung konstruktiver Logik in der Philosophie lesen. Beispielsweise zur Lösung des Fitch-Paradoxes. Hierzu könnten einschlägige Texte Dummetts und Williamsons, sowie Teile des SEP Eintrags zu Fitchs Paradox gelesen werden.
    Der Kurs richtet sich an Studierende, die bereits etwas mit formaler Logik vertraut sind. Die Kurssprache wäre Englisch.

Artificial Intelligence and Consciousness

  • Kursleitung: Matthias Schachtler
  • E-Mail: matthias.schachtler@campus.lmu.de
  • Wann? Information wird nachgetragen
  • Wo? Voraussichtlich Online-Kurs
  • Kursbeschreibung:

    The goal of this seminar is to provide a broad overview of the current debate around artificial intelligence in philosophy of mind. A focus will be on general intelligence and consciousness. The seminar does not require the attending students to possess any previous knowledge in the field. Introductory texts will be used to guide the students towards a better understanding of the core subjects of the seminar (Boden & Williams). After the introductory sessions, different definitions and tests of AI will be analyzed and discussed (Turing & Searle). A focus will be on AI that resembles human intelligence (general intelligence, possibly with more human levels
    of consciousness). An analysis of the current state of technology and the tools still required to create general intelligence will also be provided. Because these kinds of courses are not mandatory and do not provide the students with any credits (ECTS), attendance is usually low, and students cannot be forced to read a lot of literature. For this reason, specific important parts of the literature will directly be read together in the course and discussed afterwards. The following is a possible structure of the course (with 10 sessions) and its associated literature.

Alle Kurse werden ebenfalls im Vorlesungsverzeichnis zu finden sein.